Frank Johannes Knepper

 
"Ich bin die Company ..."
Frank Johannes Knepper im Portrait von Katarina Mond


Entertainment à la carte bietet die "Company Contraire"
... ; Knepper ist Chef der Company und gleichzeitig ist er Mr. Entertainment. O-Ton: "Ich bin die Company". Auf der Bühne agiert er als Conferencier, Solotänzer, Sänger und Schauspieler. Hinter den Kulissen mimt er im Notfall das Mädchen für alles, ist Gardobiere, Maskenbildner oder Beleuchter. Daheim entwickelt er neue musikalische Arrangements aus populären Musicals, erfindet passende Regiekonzepte, denkt sich Choreographien aus und managt nebenbei seine Firma.


Frank Johannes Knepper ist Mister Entertain


Das Konzept: Entertainment à la carte. Ob "My fair Lady", "Westside Story" oder das "Phantom der Oper" - je nach Kundenwunsch stellt Knepper ein passendes Ensemble zusammen.

Genau genommen gibt es also keine feste Compagnie, sondern jeweils projektbezogen eine Reihe sorgsam ausgewählter Künstler. Mit ihnen geht der Unternehmer auch individuell auf die Vorstellungen seiner Auftraggeber ein: "Wir kreieren für jeden eine ganz spezielle Show - sei es für feierliche Jubiläen, internationale Tagungen oder große Firmen-Präsentationen mit produktbezogenen Inszenierungen". Letzteres hat er erst kürzlich für einen Müllverwertungskonzern in Norddeutschland realisiert. (Anm.: Faun/Osterholz-Scharnbeck)

Bezug nehmend auf den Kunden wurde von Knepper eine spritzige Version von "Stomp" mit den dazugehörigen Percussions auf Mülltonnen inszeniert. Weil die Produktion einer professionellen Show nicht billig ist, arbeiten Knepper und sein Team nicht frei, sondern immer im Auftrag solventer Unternehmen. Das Risiko, dass der künstlerische Anspruch dabei mitunter auf der Strecke bleibt, geht Knepper gerne ein. Es geht in erster Linie um gute Unterhaltung, Kunst können andere machen. "Ich sehe unser Unternehmen auch immer von der wirtschaftlichen Seite.


Die Dependance Bonn: Trainingsstudio und Studiobühne


Das heißt aber nicht, dass nur leichte Unterhaltung im Bereich Gesang, Tanz und Schauspiel auf dem Spielplan steht." So wurde für den Wahlkampf von Renate Künast eine Choreographie zum Thema Prostitution konzipiert. Es ging um die Anerkennung der Prostitution als Beruf. "Ein anderes Mal habe ich etwas zum Thema Mehrheiten und Minderheiten im Hinblick auf das Ausländerrecht auf die Bühne gebracht und für eine kirchliche Organisation wurde die Nächstenliebe in den Mittelpunkt gestellt."Derlei Performances beziehen sich zumeist auf Ausschreibungen und Anfragen von Event-Agenturen. Immer, wenn ihm etwas interessant vorkommt, setzt sich Knepper an den Tisch und produziert Ideen. Aus den Ideen entsteht ein Konzept. Wenn es den Auftraggebern gefällt, wird die finanzielle Seite geklärt. Erst dann können die Proben beginnen.

Seine (Kneppers) Liebe zum Showbiz erwachte schon in der frühen Jugend, als er als Tänzer mit seiner Partnerin im Walzer-, Rumba- oder Tangoschritt über das Parkett schwebte. Die gestrengen Regeln des Turniertanzes war er jedoch bald leid.

In wirtschaftlicher Hinsicht topfit, machte Knepper die Company im Laufe der Zeit zu einem florierenden Unternehmen. Und weil der gelernte Tänzer weiß, dass es mitunter schwer ist, auf einem Bein die Balance zu halten, fand er ein zweites Standbein im "studio contraire".Das "studio contraire" ist eine Theater- und Musicalschule, (Anmerkung: Zwischenzeitlich lautet der Name "Dependance Bonn") das dem hoffnungsvollen Nachwuchs in Sachen Stimmbildung, Schauspiel, Gesang, zeitgenössischer Tanz, Modern, Stepp u.a. auf die Sprünge hilft.

Das Studio ist sehr gefragt, seit sich herumgesprochen hat, dass sich diese praxisbezogene Ausbildung gut eignet zur Vorbereitung für die Aufnahmeprüfungen für Schauspiel- und Musicalschulen ...